Photos an der Werse

Im Spätsommer 2015 wurde der Wasserspiegel der Werse wegen eines Schadens an der Sudmühle um ca. 1 m abgesenkt. Photo vom Oktober 2015 bei Nobiskrug.

Die Natur hat den Uferbereich bis zum abgesenkten Wasserspiegel zurückerobert. Photo vom Oktober 2017 bei Nobiskrug.

Die Weiden blühen. Photo vom Juni 2020.

Leider trügt der idyllische Eindruck des Photos. Ende August 2020 war der gesamte Flußlauf durch grüne Algen bedeckt, die durch hohe Nitratbelastungen im Wassereinzugbereich in Kombination mit heißem Wetter hervorgerufen werden. Photo Nähe Stapelskotten.

Blick von der Brücke über das geöffnete Wehr flußabwärts auf den Mühlenkolk. Photo vom November 2020

Gleicher Blick über das geschlossene Wehr. Photo November 2020

Ein Blick von der Pleistermühle auf den Kolk zeigt leider plastisch, daß die Werse nur den Gewässergütenklassen II-III (kritisch belastet) zugeordnet ist. Dies ist aber gegenüber den 1960er/70er Jahren eine deutliche Verbesserung, als der Mühlenkolk häufig durch eine 60 - 70 cm hohe, schmierige, stinkende Schaumschicht bedeckt war.
Bei geöffnetem Wehr bildet sich in aller Regel ein Schaumteppich auf dem Wasser, hervorgerufen aus der Mischung von Sauerstoff und im Wasser gelösten Tensiden und Eiweiß. Tenside befinden sich beispielsweise in Waschmitteln und Eiweiße gelangen u.a. durch Abwässer und Gülle in den Fluß. Photo vom November 2020

Herbststimmung bei unglaublichen 20 Grad am 2. November 2020

Anfang November 2020 sind die Tage der alten Warendorfer Straßen-Brücke über die Werse beim Nobiskrug gezählt: die provisorische neue Brücke (hinten) ist bereits in Betrieb. Im Landesarchiv NRW findet sich der Bauplan der von 1830 stammenden alten Brücke. Plan von 1830.

Eine Woche vor Weihnachten 2020 beginnen die Abrißarbeiten an der Brücke.

Ende Januar 2021 ist die Brücke abgerissen. Einzig das Fragment des Brückenpfeilers von 1830 im Wasser ist verblieben.

Mitte Februar 2021 schneit es mit annähernd 50 cm so viel wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr und verwandelt die Landschaft in ein winterliches Wunderland.

Selbst auf dem Kolk bildet sich eine dünne Eisschicht. Photo vom Februar 2021.

Zwei Wochen und ein Hochwasser später kann bei fast 20 Grad bereits die Paddelsaison eröffnet werden. Photo vom Februar 2021.

Der Februar 2021 war der Monat der unglaublichen Wettersprünge: innerhalb von zwei Wochen Schneefall von gut 50 cm, darauffolgendes Hochwasser und am 24.2. Temperaturen von knapp 20 Grad, die zum Bootfahren einluden - mit Blick auf ein mit Schneeglöckchen bestandenes Ufer.

... und auf blühende Weidenkätzchen. Photo vom Februar 2021.

Die Höhe des letzten Hochwassers ist noch gut an quer hängendem Material ersichtlich. Photo vom Februar 2021.

Zwischen Pleistermühle und Stapelskotten finden sich ausgedehnte Flächen mit unter Naturschutz stehenden Buschwindröschen. Photo von Ende März 2021.

Im Anschluß an den Neubau des Wehrs an der Pleistermühle (1968) und den beiden anderen Mühlen wurden an mindestens zwei Stellen Flußmäander durchstochen und der Flußlauf somit extrem begradigt: bei Nobiskrug und im Bereich der "kleinen Werse" in Dorbaum. In die zugeschütteten Bereiche wurden Rohre eingebaut, um noch einen gewissen Wasserdurchlaß zu gewährleisten. In Dorbaum wurde der westliche Altarm komplett zugeschüttet und zu Ackerland verwandelt.
Hier zu sehen ist die Röhre etwas flußunterhalb des Nobskruges. Bis Ende der 1970er Jahre konnte man mit etwas Geschick und einem kleinen, flachen Boot noch durch die Röhre fahren. Dann wurde der Wasserspiegel dauerhaft angehoben. Mittlerweile hat sich im "toten Arm" vor der Röhre eine ausgehnte Versandungsfläche entwickelt, die nicht mehr zu überwinden ist. Es besteht kein Wasseranschluß zum Hauptarm mehr und der Versandungsprozeß schreitet durch die Besiedlung mit Wasserpflanzen immer schneller fort. Photo vom März 2021.

Früher strömte das Wasser von links und floß rechts weiter Richtung Nobiskrug. Heute befindet sich links der Altarm. Das Photo wurde vom jetzigen Hauptflußlauf, dem neuen Durchstich, aus aufgenommen. Photo vom März 2021.

In den Zwischenkriegsjahren wurden an der Werse zahlreiche Bootshäuser erbaut. Die meisten haben mittlerweile ihren ursprünglichen Charakter verloren. Eine der wenigen Ausnahmen bildet dieses Schmuckkästchen von 1928 in der Nähe des ehemaligen Hugerlandshofes. Photo vom Mai 2021.


Vom imposanten und überaus beliebten Kurhaus und Schloß Boniburg sind nur noch diese kärglichen Überreste vorhanden. Photo vom Mai 2021 und Postkarte aus den 1920er Jahren.