Texte zum Riesengebirge

"Baude" ist die Benennung derjenigen Häuser auf dem Hochgebirge, deren Bewohner fast ganz von der Viehzucht leben. Es giebt Sommer- und Winterbauden, die ersteren werden von Menschen und Vieh nur im Sommer bewohnt, sind daher nur leicht gebaut, und werden auch Futterbauden genannt; die letzteren aber sind fest und dauerhaft gebaut, und enthalten im Innern gr. Räume, weil sie nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter bewohnt werden, i. d. R. liegen diese auch mehr nach den Thälern hinab. Der Besitzer einer solchen Baude od. Hütte wird der Baudenmann genannt. Jede Baude hat fast durchgängig ihren bes. Namen, oder mehrere zusammen eine Bezeichnung."
K. A. Müller: Wegweiser oder neues Taschenbuch für Reisende, Glogau 1837

" Friedrichsthal, ein durch mehrere Baudengruppen, z.B. den Spalte-, Krause-, Ochsenbauden u.s.w. gebildetes gr. D., an beiden Ufern der Elbe, und 1 1/2 M. nördl. von Hohenelb entfernt, mit einem Grenzzollamt und einem Eisenhammer. Dieser Ort ist ein Centralpunkt für Wanderer durchs Riesengebirge, weil man von hier aus an einem Tage die bedeutendsten Gegenstände in der Umgegend besuchen kann. Man findet sowohl in mehreren Bauden, als auch beim Bäcker, Jäger und Krämer ein gutes Unterkommen."
K. A. Müller: Wegweiser oder neues Taschenbuch für Reisende, Glogau 1837

" Spaltebauden, die, eine Baudengr. im Spaltegrunde am Abhange des Sacher- oder Sagerberges: ein guter Standpunkt zu Ausflügen in die 7 Gründe und nach dem Hochgebirge. Gute Herberge findet man beim Revierjäger."
K. A. Müller: Wegweiser oder neues Taschenbuch für Reisende, Glogau 1837