Kurzreisen nach Waterloo, Brüssel und Abbaye de Villers, August 2013 und 2015

Ende August 2013 waren wir für ein verlängertes Wochenende im belgischen Waterloo und Brüssel. Wir erreichten bei heißen 28 Grad das sehr schöne Martin's Grand Hotel in Waterloo. Das ausgesprochen günstig gelegene Hotel ist in dem Gebäude einer restaurierten Zuckerraffinerie von 1836 untergebracht.

Leider war am nächsten Tag das Wetter umgeschlagen, bei nur 18 Grad regnete es von morgens bis abends - und dies war genau der Tag, den wir für den Besuch Brüssels vorgesehen hatten. Also machten wir uns mit dem Auto auf den Weg. Von Waterloo bis Brüssel sind es nur ca. 25 km und wir fuhren erst einmal zur Orientierung durch die Innenstadt, in der an sehr vielen Stellen noch Kopfsteinpflaster zu finden ist. Von innen besichtigten wir das Old England, dessen Konstruktion an den Pariser Eiffelturm erinnert. Die schöne Aussichtsterrasse war bei dem Dauerregen nicht zu nutzen. Zur Zeit unseres Besuches hatte auch der Königspalast geöffnet, der im Stil der Zeit eingerichtet ist. Einen Thronsaal sucht man hier allerdings vergebens. Atemberaubend war die Besichtigung des Grand Place im Stadtzentrum mit seinem beeindruckenden Gebäudeensemble. Wenn des schlechten Wetters waren vermutlich auch nicht ganz so viele Touristen unterwegs, wie an "normalen" Tagen. Fürchterliches Gedränge herrschte allerdings vor Manneken Pis, einer viel kleiner als erwarteten Figur.

Ebenfalls Ende August 2015 besuchten wir erneut Waterloo und diesmal auch das 20 km entfernte Kloster Villers (l'abbaye de Villers).

Der Justizpalast in Brüssel (Justitiepaleis van Brussel /Palais de Justice de Bruxelles) ist das bedeutendste Gerichtsgebäude in Belgien. Das Gebäude wurde zwischen 1866 und 1883 nach Plänen des Architekten Joseph Poelaert im Stil des Eklektizismus errichtet.

Der Königliche Palast (Koninklijk Paleis / Palais Royal). Wilhelm I., König der Niederlande, entschied 1815, daß die ehemals vier Häuser zu einem königlichen Palast ausgebaut werden sollten. Dies wurde 1829 vollendet. Ein Jahr später wurde Belgien unabhängig und der neue belgische König Leopold I. wählte diesen Palast zu seiner Residenz. Sein Nachfolger Leopold II. verlieh dem neobarocken Schloß die heutige Gestalt. Diese Umwandlung endete 1903. Bis zum Tod von Königin Astrid 1935 wurde der Palast als Residenz des belgischen Königshauses genutzt. Danach siedelte der damalige König, Leopold III., in das Schloß Laeken über, wo die königliche Familie bis heute wohnt. Der Palais Royal im Zentrum Brüssels ist heute das Büro des Königs und der Wohnsitz des Prinzen. Außerdem beherbergt der Palast heute ein Museum mit einer Sammlung über die königlich-belgische Dynastie.

Old England: Diese außergewöhnliche Jugendstilkonstruktion wurde von der englischen Gesellschaft "Old England" in Auftrag gegeben, die sich 1886 in Brüssel einrichtete. Der Bau wurde 1899 von Paul Saintenoy errichtet. Eine kürzlich erfolgte Restaurierung hat den alten Räumlichkeiten ihren früheren Glanz zurückgegeben. Heute befindet sich hier das Musikinstrumentenmuseum. Im Hintergrund zu sehen: Königsplatz und die Kirche Saint Jacques-sur-Coudenberg

Le Mont des Arts - "Kunstberg": Das Viertel wurde von Leopold II. geschaffen, der den Ehrgeiz hatte, hier eine der reichsten Kunstsammlungen der Welt anzusiedeln. Es überragt die Unterstadt. Zu den bereits vorhandenen Palais kamen Gebäude hinzu, die im 19. Jh. das als heruntergekommen angesehene Viertel St-Roch ersetzten. Hier sind die schönsten Museen (Königliche Museen der Schönen Künste : Museum für Alte Kunst und Museum für Moderne Kunst usw.) sowie einige bedeutende Stätten des kulturellen Lebens in Brüssel vereint. Und wer den Coudenberg besteigt, wird zudem noch mit einem überwältigenden Blick über die Stadt belohnt.


Place de Brouckère: 1871 beschloß Bürgermeister Jules Anspach, daß Brüssel ein einer Hauptstadt würdiges Stadtzentrum erhalten müsse. Die beauftragten französischen Architekten orientierten sich am Haussmann-Stil und verwendeten Naturstein - eine Novität in Brüssel, das bisher an Backstein gewöhnt war. Zwar hat der Platz, nach wie vor eines der Zentren Brüssels, sein homogenes Erscheinungsbild verloren, aber einige schöne Fassaden sind noch erhalten.

Grétrystraat Brüssel

Grand-Place: Der Platz ist von jeher das Zentrum Brüssels, Ort politischer Versammlungen, der Verkündigung von Polizeierlassen, Privilegien, Gesetzen, der Revolten und der Volksfeste. Seit 1998 gehört die Grand-Place zum Weltkulturerbe der UNESCO. Zahlreiche Zünfte hatten hier ihre Sitze und bauten immer schönere Häuser (nach der Zerstörung der Stadt durch die Franzosen 1695), deren außerordentliche Fassaden man heute bewundert: die Häuser der Bäcker, der Tischler, der Fassbinder, der Schützen, der Schiffer, der Kurzwarenhändler, der Fleischer, der Brauer, der Schneider, der Maler.




Haus des Königs: Dieses Haus liegt an der Stelle der ehemaligen Brothalle und war ursprünglich das Haus des Herzogs. Hier befanden sich die Ämter, die mit der Einnahme der Steuern und Tribute beauftragt waren. Es wurde 1515 vollkommen umgebaut, und trotz der Umgestaltung im 19. Jh. hat es seinen spätgotischen Stil aus dem 16. Jht. bewahrt. Heute beherbergt es das Brüsseler Stadtmuseum.

Rathaus: Ein im 15. Jht. erbautes gotisches Meisterwerk. 1421 nahm das Rathaus nur den linken Flügel und einen Turm ein und den Haupteingang bildete die heutige Löwentreppe. 1459 wurde es durch einen rechten Flügel vervollständigt, der etwas kürzer ausfiel als der erste. Das Ganze wird von einem Turm überragt, der 1449 von Jan Van Ruysbroeck als Ersatz des ursprünglichen alten Rathausturmes erbaut wurde. Die elegante steinerne Spitze ist fast 96 m hoch. Seit 1455 wird sie von einer Kupferstatue des Hl. Michael gekrönt.