Eine Reise in die Schweiz Dezember 2012 / Januar 2013

Der Weihnachtsurlaub 2012/13 führte uns via Freiburg nach Thun, romantisch nah dem Thuner See gelegen und als Tor zum Berner Oberland bezeichnet.

Der Name Thun wurde vom keltischen Wort "dunum" abgeleitet, das soviel wie eingezäunter, durch Palisaden befestigter Hügel bedeutet. Die erste urkundliche Nennung des Thuner See und somit auch Thuns erfolgte um ca. 700 durch den fränkischen Mönch Fredegar. Gegen Mitte des 12. Jahrhunderts gehörte die Gegend dem zähringischen Rektorat Burgund an. Damals stand auf dem Schloßberg eine Kirche sowie die Burg der Herren von Thun. Durch die Kyburger wurde die Stadt bis ins Jahr 1300 zweimal erweitert und zwar zuerst mit der Unterstadt und anschließend auf der linken Aareseite mit dem Bälliz. Dies war die sogenannte Neustadt, welche durch Mauer und Graben gesichert wurde.

Mit dem Gewerbe blühten im 15. Jahrhundert nun die zum Teil schon vorhandenen Zünfte auf. Das Rathaus und die Zunfthäuser wurden erbaut.

Im 19. Jahrhundert wird in Thun der eidgenössische Waffenplatz errichtet und die Stadt zu einem bedeutenden Fremdenort.

Thun präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein und für Ende Dezember unglaublich warmen 10 Grad von der besten Seite. Das Städtchen ist touristisch sehr attraktiv und der Blick vom Schloß auf das Umland atemberaubend. In gut einer Stunde erreicht man mit dem Auto bei einer Fahrt entlang des Thuner Sees eines der großen Tourismuszentren des Berner Oberlands, Interlaken. Von dort aus führt eine malerische Straße in die Berge Richtung Grindelwald, der erste Kurort im Berner Oberland, der ab 1888 auch im Winter von Touristen besucht wurde. Zur Zeit unseres Aufenthaltes war es nur - 1,5 Grad kalt, dafür sonnig und klar. Die Skipisten waren gut besucht und es bot sich ein phantastisches Bergpanorama. Wegen des hohen Fahrpreises (3stelliger Frankenbetrag pro Person) sahen wir von einer Fahrt mit der Jungfraubahn, mit der man bis auf das Jungfraujoch fahren kann, ab.

Auf der Rückfahrt nach Freiburg nutzten wir die Gelegenheit zu einem Stop in Bern und Basel.

Die Altstadt an der Aare

Das Schloss Thun - unverwechselbares Wahrzeichen der Stadt Thun - wurde 1190 von Herzog Berchtold V von Zähringen an der Stelle der ritterlichen Burg bis auf die Höhe des Rittersaals erbaut. 1218 ging das Schloss an die Kyburger über, welche dieses um das heutige obere Geschoss erweiterten. Der mächtige Dachstock (1430-36) stammt aus bernischer Zeit.

Das Rathaus wurde um 1500 gebaut. Es war damals vermutlich zweigeschossig: Unten befand sich eine offene Halle und oben waren die Ratsstuben. Das heutige Rathaus entstand 1685 durch das Zusammenfassen des alten Rathauses mit dem Grossweibelhaus und dem 1585 gebauten Archivturm.

Blick vom Marktplatz auf das Schloß

Entstanden ist die Thuner Altstadt mehrheitlich im 12. Jahrhundert, als Berchtold V von Zähringen das Thuner Schloss erbaute und die Stadt um die heutige obere Hauptgasse erweiterte. Einzigartig sind die Hochtrottoirs, welche die obere Hauptgasse kennzeichnen.

Blick auf den Freienhof


Blick vom Schloßturm auf den Thuner See

Der Thuner See

Grindelwald am Fuße von Eiger, Mönch und Jungfrau (4158 m)

Hauptstraße von Grindelwald

Interlaken. Grand Hotel Victoria-Jungfrau

Bern: Blick auf die Altstadt

Bern: Die 330 m lange Kramgasse bildet einen Teil der Hauptachse in der Berner Altstadt. Beide Seiten der Gasse werden mit Lauben aus Steinarkaden abgedeckt. Die Kramgasse und seine Gebäude gelten als Erbe von nationaler Bedeutung und gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Bern: Zytglogge (auch Zeitglockenturm) ist ein aus dem Mittelalter (1405) stammender Uhrturm mit astronomischer Uhr und Glockenspiel.

Basel: Rathaus (1504 bis 1514).

Das Basler Münster wurde zwischen 1019 und 1500 im romanischen und gotischen Stil erbaut. Es ist die Hauptkirche der evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt.

Dem Basler Münster vorgelagert ist der nach ihm benannte Münsterplatz, der von vielen gut erhaltenen spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern und einer Reihe repräsentativer Bürgerhäuser gesäumt wird.