Geschichte von Dalen (Provinz Drenthe)

Dalen (in Drents Dialekt "Doalen") ist ein Dorf in der niederländischen Provinz Drenthe, Gemeinde Coevorden, nördlich von Coevorden.

Der Name Dalen erscheint das erste Mal in einer Abgabenliste an das Kapitel des Domes in Utrecht 1225. Die älteste offizielle Urkunde, die den Namen Dalen erwähnt, datiert von 1276. Dort steht, daß 1276 Hindricus van Borculo, Burggraf von Coevorden, einen Rechtsstreit zwischen dem Kloster von Assen und den Einwohnern von Dalen schlichten mußte.

Viele Jahrhunderte danach war es ruhig in Dalen. Danach wurde die Ruhe gestört, als sich Soldaten dem Dorf näherten, wie geschehen in Spanischen Krieg und der Invasion durch Münstersche Truppen. Vor allem im frühen 19. Jahrhundert änderte sich das ruhige Bild. Die Tatsache, daß Dalen in der Nähe der Festung Coevorden lag, führte dazu, daß die Dalener oft in Kämpfe einbezogen wurden. Die Festung Coevorden selbst war eine der letzten Bollwerke, welches von den Franzosen gehalten wurde. Da alle Zulieferungen nach Coevorden abgeschlossen waren, blieb den Franzosen nichts anderes übrig, als auszubrechen und die Umgebung zu plündern. Dalen wurde gleich mehrfach heimgesucht und litt sehr unter den Kriegsereignissen der Zeit. 1816, kurz nach der französischen Zeit, drohte ein Feuer Dalen dem Boden gleichzumachen. Ein schwerer Brand verwüstete sieben Wohnhäuser und 12 Scheunen.

Dalen ist ursprünglich ein Eschdorf, weshalb sich auch heute noch viele charakteristische Bauernhöfe finden. Die Nederlands Hervormde Kirche datiert aus dem 14. Jahrhundert. In d'Aolle Bakkerij an der Hoofdstraat findet man einen alten Backofen von 1832. Dalen ist bekannt als "Dorf zwischen den Mühlen". Beim Dorf sind zwei Mühlen zu finden: Jan Pol von 1820 und Mühle De Bente von 1814.

(Quelle: Übersetzung in Anlehnung an http://www.dalen.nu/nl/site/historiedorpdalen)