Eine Kurzreise nach Timmendorf, Lübeck und Travemünde im September 2010

Mitte September waren wir für ein verlängertes Wochenende anläßlich einer Tagung in Timmendorf. Ich nutzte die Gelegenheit zur zusätzlichen Besichtung Lübecks und Travemündes.

Untergebracht waren wir in Timmendorf im Maritim Hotel direkt am Strand, welches vom Ende der 60er Jahre datiert und dringend einer Renovierung bedüfte. Sehr kleine Zimmer, abgetretener Teppichboden und abgestoßenes Mobiliar werden auch durch den schönen Meeresblick nicht wettgemacht. Zudem paßt die Architektur aus der Zeit so gar nicht in das beschauliche Strandbad. Von exzellenter Qualität war allerdings das im Hause untergebrachte Gourmetrestaurant.

Der Strand von Timmendorf ist in der Tat beeindruckend, der Ort war bei sehr kaltem Wetter ziemlich unbesucht - im Gegensatz wohl zu den Sommermontaten. Offenbar ist in den letzten Jahrzehnten in Timmendorf viel historische Bausubstanz abgerissen worden, so daß ich im Ort ein Flair vermißte.

Mit der Bahn kann man recht schnell nach Lübeck gelangen. Leider war auch hier das Wetter alles andere als einladend: kalt, windig und regnerisch. Die Innenstadt Lübecks ist problemlos zu Fuß zu erkunden und bietet die für die Region typische Backsteingotik in Hülle und Fülle. Die im 2. Weltkrieg stark zerstörte Stadt wurde originalgetreu wieder aufgebaut und lädt zu einer ausgiebigen Besichtigung ein.

Travemünde, seit 1802 "Seebad", besitzt noch viel mehr als Timmendorf den Charakter eines Fischerdörfchens. Leider wurde Anfang der 1970er Jahre auch hier eine "Maritim-Hotel-Bausünde" direkt am Wasser errichtet, die nun das Panorama von Travemünde dominiert.

Strand von Timmendorf
Das Holstentor in Lübeck (1466)

"Gänge" in Lübeck
Rathaus von Lübeck (ab 1230)
Lübeck: Heiligen-Geist-Hospital (ca. 1286)
Travemünde: St. Lorenzkirche
Travemünde: Passat Großsegler


Literaturempfehlungen:


- Ditrich, Konrad: Lübeck und Travemünde. Hamburg 4. Aufl. 2010 (= Ellert & Richter Reiseführer)